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wiener nummern-revue mit kasper & co

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wiener nummern-revue mit kasper & co
Achleitner, Artmann, Bayer, Rühm, Wiener

Regie und Bühne: Claus Siegert
Co-Regie: Petra Hitzginger
Dramaturgie: Angela Maria Dedié
Musik: Christofer Varner
Choreographie: Bele Turba
Kostüme: Cinzia Fossati
Licht und Technik: Uwe Hinsche
Postkarte/Plakat: Petra Hitzginger
Fotos: Volker Derlath

Die „Wiener Gruppe“ –bestehend aus Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener – begann im konservativen Wien der 1950er Jahre mit Sprache und Musik zu experimentieren und eine erweiterte Poetik zu erproben. Bald sprengte sie den engen Kunstbegriff der Nachkriegsjahre, deren Politik sie als „makaberes kasperltheater“ empand, und leitete eine ästhetische Revolte ein. Der Proklamation des „poetischen Actes“ folgten Manifeste und Happenings im öffentlichen Raum. Das Unbehagen, das die jungen Künstler gegenüber dem gängigen Kulturbegriff empfanden, fand seinen Ausdruck in der Lust auf Auseinandersetzung und im Spaß an Provokation, aber auch in der Auflösung der klaren Grenze zwischen Alltags- und Kunstsprache und der Auffassung von Sprache als optisches und akustisches Material.

Die „Wiener Gruppe“ schuf mit Mitteln der Sprachskepsis und -manipulation außerdem literarisches Cabaret, schwarzhumorige Chansons, sinnverweigernde Montagen und musikalische Lautgedichte. Vor allem diese Texte sind es, die in der Blauen Maus zur Aufführung kommen. Eingebettet in eine Hanswurstiade um einen kriegsmüden Kasper wird das aberwitzige Werk der Wiener Avantgardisten zur musikalischen Nummern-Revue mit doppeltem Boden: Vorhang auf!

„der vollzogene poetische act, in unserer erinnerung aufgezeichnet, ist einer der wenigen reichtümer, die wir tatsächlich unentreissbar mit uns tragen können.“
(aus der „acht-punkte-proklamation des poetischen actes“. H.C. Artmann 1953)

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